Clubcommission

Impulse für die Nachtkultur

Berlin lebt von seiner Vielfalt. Das ist auch in den Nächten spürbar, wenn in den Clubs eine Kultur des Nachtlebens zelebriert wird, von der die meisten anderen Städte nur träumen.

Jeder, der sich immer mal wieder in den großen und kleinen, berühmt-berüchtigten oder jung aufstrebenden Clubs eine bunte Nacht gönnt, weiß, wie kreativ die Szene ist. Unterstützung erfährt dieser für Berlin so wichtige Bereich durch die Clubcommission.

Der Verein bietet allen Clubbetreibern und im Nachtleben aktiven Gestaltern Hilfestellung zu vielen wichtigen Fragen. Der Umgang mit behördlichen Auflagen oder Schallschutz gehört genauso dazu, wie innovative Ideen zu einer nachhaltigen, ökologischen Club-Organisation oder von Festivals. Freiraum für kreative Nacht-Konzepte zu erhalten und zu schützen, ist die zentrale Aufgabe, der sich die Clubcommission verschrieben hat.

Clubcommission

www.clubcommission.de

Brückenstraße 1
10179 Berlin

Es ist völlig ok erstmal kleine Veränderungen in Gang zu setzen und sich nachhaltigere Alternativen zu vielen Produkten bewusst zu machen.

Petra Sitzenstock

Petra Sitzenstock

Wie sind Sie auf die Aktivitäten von ALLES IM FLUSS aufmerksam geworden?

In Berlin gibt es bekanntlich einige Clubs, die direkt oder nah am Wasser gelegen sind und aus der Open Air bzw. Free Open Air Szene heraus haben sich Floß-Kollektive gegründet. Deren beider Interessen überschneiden sich in vieler Hinsicht. So kam es schon vor Jahren zu gemeinsamen Treffen und gemeinsamen Veranstaltungen wie kürzlich die Spreepark-Demo oder Clean-Up Aktionen.

Was kann die Clubcommission tun, um das Bewusstsein für eine Reduktion von Plastikmüll in der Clubszene zu stärken?

Die Clubcommission Berlin e.V. führt bereits seit einigen Jahren Veranstaltungen und Formate durch, bei denen mit Mitarbeiter*innen von Clubs und Festivals, sowie Veranstalter*innen und Kollektiven Möglichkeiten der Branche diskutiert werden, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu erhöhen, u.a. das Müllaufkommen zu reduzieren. Auch in unseren Publikationen, wie unserem monatlichen Info-Brief, verweisen wir auf die Themen, wie zum Beispiel auf Alternativen zu Produkten aus Plastik.

Welches konkrete Projekt zur Reduktion von Plastikmüll oder den Schutz von Gewässern aus dem Umfeld der Berliner Clubs können Sie den ALLES IM FLUSS – Mitgliedern / Partnern vorstellen?

Aktuell laufen zusammen mit dem Clubliebe e.V. die Veranstaltungsreihen „Clubtopia – Runde Tische für eine grüne Clubkultur“ und „Future Party Lab – Gestalte zukunftsfähiges Feiern!“ im Rahmen derer sich regelmäßig Berliner Veranstalter*innen, Clubbetreiber*innen und Menschen aus verschiedensten Festivalkollektiven treffen, um gemeinsam in Workshops und Diskussionsrunden Ideen zu entwickeln, die die Club- und Festivallandschaft ökologisch (noch) nachhaltiger zu gestalten.  Ziel ist dabei zum Beispiel die Formulierung eines „Code Of Conduct“ als freiwillige Selbstverpflichtung und als allgemeiner Leitfaden.

Auch von unserem unser FEF-Projekt (FEF = Freiflächen Entwicklung Fortbildung), ein Projekt, dass aus  unserer Arbeit mit der Free-Open-Air Szene heraus entstanden ist, lädt regelmäßig zu Weiterbildungsveranstaltungen, die sich u.a. mit dem Thema Müllvermeidung / Zero-Waste auf Open-Airs beschäftigen.

Über unser Beratungsangebot bieten wir auch Einzelberatungen zum Thema für Interessierte der Branche an.

Sehen Sie in diesem Projekt Ideen und Potentiale, die in das alltägliche Leben der Menschen übertragen werden können?

Ich denke jeder, der sich einmal intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit und Müllvermeidung auseinandergesetzt  hat, nimmt davon auch etwas mit in sein alltägliches Leben. Dabei ist es auch völlig ok erstmal kleine Veränderungen in Gang zu setzen und sich nachhaltigere Alternativen zu vielen Produkten bewusst zu machen, so dass ein gemeinsamer gesellschaftlicher Effekt entsteht.

Welche Erfolge im Bereich der Reduzierung von Plastikmüll wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir als Clubcommission Berlin + Partner*innen viele Menschen mit unseren verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen erreichen und sich dadurch Clubs und Festivals, sowie Veranstalter*innen und Kollektive ganz individuell aber auch gemeinschaftlich Gedanken darüber machen, wie Plastikmüll reduziert und/oder vermieden werden kann und so auch eine Vorbildfunktion für die Clubkulturszene sowie die Gäste im Alltag haben.