FÜR WENIGER ZIGARETTENKIPPEN AUF STRASSEN UND IN PARKS

"KIPPEN IN DEN KASTEN"

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Das Thema Zigarettenkippen in der Umwelt erfährt zur Zeit eine große Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt durch die Ideen und Forderungen nach einem Pfandsystem für Zigarettenkippen wird überall heiß und leidenschaftlich dieses Thema diskutiert.

Doch jenseits dieser Diskussionen wird bereits gehandelt. wirBERLIN und die KlimaWerkstatt Spandau starten das Pilotprojekt „Kippen in den Kasten - Stimm' ab mit deiner Kippe“ gegen Zigarettenvermüllung in der Wilhelmstadt in Spandau.

An ausgewählten Standorten in der Wilhelmstadt fordern leuchtend gelbe Aschenbecher dazu auf, die Kippen nicht auf der Straße zu entsorgen, sondern im Kasten zu sammeln. So können die Stummel ordentlich entsorgt und sogar noch gezielt dem Recycling zugeführt werden.

Gleichzeitig dienen die auffälligen Aschenbecher als Stimmungsbarometer. Zwei getrennte Schächte mit Glastür können zum Abstimmen zu darüber positionierten Fragen genutzt werden und geben so ein Bild zur öffentlichen Meinung wieder. Der spielerische, lustige Ansatz animiert zum Mitmachen und zeigt, dass Umweltschutz durchaus Spaß machen kann.

Trotzdem steht natürlich ein anderes Ziel im Fokus: Sich gemeinsam für eine saubere Umwelt zu engagieren und Müll und Gifte kontrolliert zu entsorgen.

Ein Pilotprojekt der wirBERLIN gGmbH in Kooperation mit der KlimaWerkstatt Spandau

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BALLOT BINS

ASCHENBECHER MIT AUSSAGE

für mehr Lebensqualität in der Wilhelmstadt

Mit dem Pilotprojekt "Kippen in den Kasten - Stimm' ab mit deiner Kippe" packt wirBERLIN das Problem der Vermüllung der Stadtlandschaft durch Zigarettenkippen an.

Seit August stehen an verschiedenen Standorten in der Wilhelmstadt Zigarettenmülleimer in Form von „Umfrageboxen“ (sog. „Ballot Bins“).

Der Ballot Bin ist ein in auffälliger Farbe gestalteter Aschenbecher, bei dem Raucher*innen ihre Zigarettenkippen beim Einwerfen gleichzeitig dazu verwenden können, über regelmäßig wechselnde Fragen und Themen abzustimmen.

Diese originelle Maßnahme wurde erstmals in Großbritannien durchgeführt und feiert bereits weltweit (Australien, China, Irland, USA…) einige Nachahmer. Auch einige deutsche Kommunen erproben derzeit diesen neuen Weg.

Nun bringen wir diesen kreativen Ansatz mit dem Projekt in der Spandauer Wilhelmstadt erstmals nach Berlin!

 

WARUM KIPPEN IM FOKUS?

GEFÄHRLICHE STUMMEL

  • Achtlos weggeworfene Kippen verschandeln nicht nur Straßen und Parks, sondern sind aufwändig in ihrer Beseitigung und daher kostenintensiv.
  • Rund 7000 Chemikalien pro Kippe
    Die Vielzahl an enthaltenen Giftstoffe (u.a. Nikotin, Arsen, Blei, Kuper und weitere Schwermetalle) gelangen bei ihrer Zersetzung in Böden und Gewässer – Die darin lebenden Organsimen wie Pflanzen, Fische, Muscheln, Schildkröten etc. reichern diese an und geben sie in der Nahrungskette weiter. Viele Organismen sterben infolge der hohen Belastung durch die Giftstoffe.
  • Verhungern bei vollem Magen
    Etliche Tiere verwechseln Kippen mit Nahrung (neben dem Plastikmüll) und können bei vollem Magen verhungern.
  • Tödliche Gefahr für Kleinkinder
    Nicht zuletzt können die Kippen für Kleinkinder, die sie vor Eisdielen, auf Spielplätzen und in Parks vom Boden auflesen, in den Mund stecken und verschlucken, tödlich sein. Nikotin ist die 2-häufigste Vergiftungsursache bei Kindern!

Höchste Zeit, etwas gegen die Vermüllung durch Kippen zu unternehmen!

Spandau schreitet voran!

Zigarettenkippen_Boden

Warum ist es so wichtig, die giftigen Zigarettenkippen aus der Umwelt zu verbannen?

Welche weiteren Ideen gibt es?

Welche Erfahrungen habt ihr im Kampf gegen Kippen schon gemacht?

Diskutiert mit in unserer Facebook-Gruppe!

WO FINDE ICH DIE BALLOT BINS?

HINGUCKER IN DER WILHELMSTADT
Karte Ballot Bins komplett

KIPPEN IM KASTEN - NICHT IN DER UMWELT

AUSWERTUNG: 15.08. - 12.09. 2019
Spandau Eva 2

AKTIV FÜR EINE SAUBERE WILHELMSTADT

UNSERE PARTNER UND PATEN STELLEN SICH VOR:

Das Pilotprojekt „Kippen in den Kasten“ in der Wilhelmstadt in Spandau wird in Kooperation mit der Klimawerkstatt Spandau und mit Unterstützung des Geschäftsstraßenmanagements und der Stadtteilarbeit Wilhelmstadt durchgeführt.

An ausgewählten Standorten haben wir Ballot Bins in der Wilhelmstadt und am Rathaus aufgestellt. Viele Inhaber*innen von Geschäften, Bars und Praxen unterstützen das Pilotprojekt und haben einen „Ballot Bin“ bei sich angebracht.

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Betty macht Druck, Bettina Gräbnitz

Die Kippen vor meinem Geschäft waren ein beständiges Ärgernis und ich hoffe, dass der Ballot Bin gerne angenommen wird.

Der öffentliche Raum in der Wilhelmstadt sollte von allen gepflegt werden und ich wünsche mir, dass das Bewußtsein dafür wächst.

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Tierarztpraxis Dr. Steffens, Petra Steffens

Vor meiner Praxis finde ich regelmäßig zahlreiche Kippen und ich erhoffe mir von dieser Aktion, dass es sauberer wird. Denn das würde zum Wohlbefinden aller Passanten beitragen. Ich finde, die Ballot Bins sind eine tolle Idee, um auf das Thema Sauberkeit hinzuweisen.

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Juwelier Foryta, Maren Foryta

Wir kehren jeden Morgen mindestens 15 bis 20 Kippen auf die Straße, damit der Gestank draußen bleibt. Durch das Sammeln der Kippen im Ballot Bin hoffe ich, dass die Stängel recycelt werden können.

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Plan B, Conny Ort

Ich mag es gerne, wenn man die Leute auf spielerisch-interessante Art an Umwelt-Themen heran führt. So bleiben die Effekte besser hängen, als mit dem erhobenen Zeigefinger. Die Aktion in der Wilhelmstadt fand ich spontan spannend und unterstütze sie gerne.

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Schiffstankstelle Spandau, Ingo Gersbeck

Das Havelufer ist ein Platz, an dem immer ganz viele Kippen herum liegen. Ich finde, die Ballot Bins sind eine charmante Art, die Leute aufzufordern, ihre Kippen nicht der Umwelt zu entsorgen und dabei auch noch einen Moment Spaß zu haben.

Spandau Bewig

Frank Bewig, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Gesundheit

Die Vermüllung unserer Stadt durch Zigarettenkippen ist ein gravierendes Problem und bedarf konkretes Handeln. Wir dürfen vor solchen Problemen nicht die Augen verschließen und müssen als Stadtgesellschaft gemeinschaftlich Lösungen finden und vorantreiben. Das Pilotprojekt „Kippen in den Kasten“ ist eine neue Maßnahme – mal etwas anderes. Mich freut besonders, dass hierbei alle an einem Strang ziehen – die Gewerbetreibenden, die Zivilgesellschaft und wir als Politik und Verwaltung.

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Geschäftsstraßenmanagement Wilhelmstadt,Torsten Wiemken

Ballot Bins ermöglichen mit ihrem spielerischen Ansatz die Sensibilisierung der Besucher*innen und Bewohner*innen der Wilhelmstadt für die Problematik der Zigarettenkippen im öffentlichen Raum. Das Geschäftsstraßenmanagement Wilhelmstadt begrüßt die erstmalige Aufstellung von zehn Ballot Bins als Modellvorhaben in der Wilhelmstadt und unterstützt wirBERLIN bei der Umsetzung dieses innovativen und wegweisenden Projekts. Wir freuen uns zudem, dass verschiedene Gewerbetreibende aus der Wilhelmstadt sich an der Umsetzung des Projekts aktiv beteiligen und sich damit für eine nachhaltige Verbesserung der Sauberkeit im Kiez einsetzen.

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Freizeitsportanlage Südpark, Hr. Flagmann

Tagtäglich bemühe ich mich zusammen mit meinen Kolleg*innen, die Freizeitsportanlage Südpark in Schuss zu halten. Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle - von jung bis alt – wohlfühlen. Freizeit- und Erholungssuchende sollen gerne zu uns in die Anlage kommen und ihre Zeit genießen. Doch trotz aller Bemühungen gibt es auch immer ein paar unbelehrbare Besucher, die ihren Müll dort zu Boden fallen lassen, wo sie gerade stehen. Besonders Zigarettenkippen liegen überall herum, sogar in den Sandkästen, in denen Kinder spielen. Ich finde daher die Idee mit den „Ballot Bins“ super und hoffe sehr, dass die Leute endlich ihren Müll und ihre Kippen nicht mehr einfach liegen lassen.

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Berliner Woche / Spandauer Volksblatt, Alexander Schultze

Ich finde die Aktion mit den Ballot Bins klasse. Sie kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus und greift ein gravierendes Problem spielerisch auf. Gerade rund um das Rathaus und die U- und S-Bahnhöfe liegen extrem viele Glimmstängeln auf dem Boden. Viele unserer Leser haben das immer wieder beklagt.

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Geschäftsstraßenmanagement Wilhelmstadt, Ulrike Stock 

Mir gefällt das Konzept, über witzige bis provokante (Wahl-)Sprüche auf ein Problem aufmerksam zu machen: Denn es wäre nicht nur schöner, sondern auch kostengünstiger, wenn wir alle unsere Abfälle mitnehmen und sachgerecht entsorgen würden.

Außerdem freut es mich sehr, dass das Pilotprojekt in der Wilhelmstadt gestartet wurde und so viele Mitstreiter*innen, Interessierte und Unterstützer*innen auf allen Ebenen gefunden hat.

Stadtteilkoordination Wilhelmstadt, Niels Tiedtke

Ein Ziel der Stadtteilarbeit Wilhelmstadt ist es Strukturen der gegenseitigen nachbarschaftlichen Unterstützung und ein rücksichtsvolles Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner im Kiez zu stärken. Dies beinhaltet immer auch die Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität im öffentlichen Raum. Daher begrüßen und fördern wir die Aufstellung von Ballot-Bins in der Wilhelmstadt als einen Schritt um die Bevölkerung auf die Problematik der Vermüllung des öffentlichen Raums durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen aufmerksam zu machen.

Wir wünschen der Initiative wirBERLIN mit ihrem Projekt viel Erfolg!

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ruby's Café & Massage

KIPPEN IM FOKUS - PRESSE

So sieht die Presse das Projekt:

"Hier zählt jede Kippe" (Video rbb24)

"Kippen in den Kasten: Pilotprojekt startet in Spandau" (Artikel Berliner Morgenpost pdf)

"Im Bezirk sind "Ballot Bins" als Piltoprojekt gestartet" (Artikel Berliner Woche pdf)

 

Interviews und Beiträge im Radio:

radioeins, 105.5 Spreeradio, Berliner Rundfunk 91.4, Radio B1, Radio rs2