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Sommerfreuden mit Verstand genießen
26.06.2019

Berlin im Sommer ist ein Traum. Besonders wenn, wie zur Zeit, die Stadt wie leergefegt wirkt. So viele freie Plätze in der S-Bahn gibt es nur in den großen Ferien. Aber der Sommer bringt auch unbequeme Wahrheiten ans Licht. Denn je mehr Aktivitäten nach draußen verlagert werden, umso sichtbarer wird unser Umgang mit Müll und Plastik. Ganz besonders deutlich zu sehen ist das auf Festivals.

Kaum sind die letzten Beats verklungen, zeigt sich in den Campingzonen das ganze Dilemma unseres Müllverhaltens: Berge von Plastikmüll, zurückgelassene Zelte, Hausrat, Sperrmüll soweit das Auge blickt. Will man das Problem ganz kurz zusammenfassen, landet man bei einem Wort: Einweg.

Denn es sind nicht nur die Verpackungen von Lebensmitteln, die nach einmaliger Benutzung überflüssig sind und achtlos weggeworfen werden, es ist auch die komplette Campingausrüstung. Im Discounter als Paket für wenige Euros gekauft, werden Zelte, Schlafsäcke, Isomatten und Campingstühle nach Gebrauch wie Müll zurück gelassen. Gedankenloser Konsum in Reinform.

Alle Anreize, wie Müllpfand und gut gemeinte Aufforderungen, die mitgebrachten Sachen nicht nur einmal zu nutzen, fruchten nicht. Einweg ist ja so schön bequem…

Man möchte den Leuten nur zurufen: Hey, schaut euch um und wacht endlich auf. Dass es so nicht weiter geht, sieht doch jeder, der nur einmal die Augen aufmacht.

Sogar die Erfinder des Einweg und To Go haben inzwischen begriffen, dass neue Konzepte im Umgang mit Verpackungen gefunden werden müssen. So testet beispielweise McDonald's dieser Tage in Berlin Ideen für deutliche Müllreduzierung in ihrer Filiale in der Mall of Berlin.

Wenn sogar die großen Ketten versuchen, andere Wege zu gehen, Plastikalternativen zu finden und Einweg zu vermeiden, dann kann das auch jeder Konsument.

Genießt einfach den Sommer, geht raus, seid glücklich, aber gestaltet das alles so, dass auch die kommenden Generationen noch Spaß an unserer Erde haben können.

Hier noch ein paar Tipps vom Zero Waste e.V.:
Zero Waste auf Festivals

Bild von WikimediaImages auf Pixabay


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